Fisherman’s Friend StrongmanRun 2016

Die grüne Hölle - DURCHHALTEN UND ANKOMMEN!

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Als ich mich im Mai 2015 zusammen mit meinem Bruder und einem Freund für den „Fisherman’s Friend StrongmanRun“ auf dem Nürburgring angemeldet habe, war der Kopf schon bereit für dieses Event, der physische Zustand ließ allerdings noch mehr als zu wünschen übrig. Ein Jahr Zeit sollte allerdings ausreichen, um die anstehenden 24 km, 1 800 Höhenmeter und 36 Hindernisse zu bewältigen. So viel zur Theorie.

Gestartet mit dem Lauftraining habe ich erst im Dezember 2015. Eine anfangs zu hohe Trainingsbelastung, welche das eine oder andere Wehwehchen mit sich brachte, trug leider dazu bei, dass ich es eine Woche vor dem großen Event auf gerade einmal 12 km brachte. So konnte ich mich bereits frühzeitig darauf einstellen, dass zur Bewältigung der Gesamtdistanz mit all ihren Hindernissen eine gehörige Portion Motivation, Biss und Schmerzverdrängungskompetenz zur Grundausstattung gehören sollten.

Etwas mulmig war mir schon, als am 21. Mai 2016 eine große Crew aus 10 528 bestens gelaunten StrongmanRunnern – bei bestem Eifelwetter mit Sonne, Wolken und Regen um die 22 Grad – dem Auftakt entgegenfieberte. Nach einer einheizenden Eingangsshow, welche sämtliche Emotionen hochkochen ließ, fiel um 13:00 Uhr der Startschuss und katapultierte alle Läufer direkt in ihr schlammigstes Abenteuer. Der Massenstart war ein fulminanter Beginn für eine tolle Veranstaltung sowie erschöpfte, aber glückliche Läufer.

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Und die Hindernisse hatten es in sich! Besonders stolz waren die Veranstalter dieses Jahr auf Hindernis 16 – „WATERGATE“. Eine riesige Kletterkonstruktion aus Holz, Überseecontainern und zum Finale eine 6 Meter hohe Rutsche. Für den richtigen Schwierigkeitsgrad sorgten hier Wasserfälle, die die Läufer mit eiskaltem Wasser in die Knie zwangen. Aber auch die „Klassiker“ wie „DER REIFE HAI“ – ein mit ca. 20 000 Autoreifen gefülltes Becken, und die „BEINPRESSE“, ein Areal mit liebevoll arrangierten, wackligen Baumstämmen, durften am Ring nicht fehlen. Neben etlichen blauen Flecken sorgten sie aber vor allem für eine Riesenportion Spaß.

Mein persönlicher Claim „Durchhalten und ankommen!“ war allgegenwärtig. Momente überschwänglicher Motivation, Momente von unsagbarem Stolz, Momente des ganz persönlichen Glücks und natürlich Momente des Schmerzes. Am Ende stand eine „Finisher-Zeit“ von 3:32,04 Stunden zu Buche, die ich im kommenden Jahr, mit einer besseren Vorbereitung, unterbieten werde.

Dennis Bollhorst, Merkur International